Urteilsunfähigkeit: Soll die KESB entscheiden?

Ihr Vater wird zum Pflegefall und bleibt danach urteilsunfähig? Oder Ihre Mutter verliert aufgrund von Altersschwäche oder Demenz die Urteilsfähigkeit? Wenn zu diesem Zeitpunkt kein Vorsorgeauftrag besteht, übernimmt die KESB (Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden) die Entscheidungsverantwortung. Es sind also nicht die Kinder und Angehörigen, die wie bei einem Todesfall beispielsweise über einen allfälligen Hausverkauf entscheidet, sondern der von der KESB bestimmte Vertreter.

Damit im Falle der Urteilsunfähigkeit im Sinne Ihrer Eltern und Ihrer Familie entschieden werden kann, empfehlen wir Ihnen, dringend mit Ihren Eltern einen Vorsorgeauftrag aufzusetzen. Während die Patientenverfügung Entscheidungen in Bezug auf medizinische Betreuung und Pflege definiert, regelt der Vorsorgeauftrag, wer im Fall einer Urteilsunfähigkeit die Interessen vertreten soll, beispielsweise auch in Bezug auf Vermögen, Wohnen etc.

Der Vorsorgeauftrag muss komplett von Hand geschrieben, datiert und unterzeichnet oder - falls dies nicht möglich ist - notariell beglaubigt sein. Ein gutes Beispiel, wie der Vorsorgeauftrag formuliert werden soll, findet sich online bei der Credit Suisse.

Weitere Infos zum Thema Vorsorgeauftrag:

Pro Senectute

KESB Zürich